Unsere interdisziplinäre Vernetzung - Ihre Behandlung mit Weitblick

Ihre Zähne sind ein wichtiger Teil in Ihrem komplexen Organismus. Wenn hier etwas nicht stimmt, kann es auch zu Beschwerden in anderen Körperregionen kommen, wie z. B. Muskelverspannungen, Kopfschmerzen oder Tinnitus. Daher koordinieren wir die Therapie im Bedarfsfall mit spezialisierten Kollegen. Dies gewährleistet, dass komplexe Erkrankungen nach neustem wissenschaftlichem Stand in logischer Abfolge behandelt werden und Sie damit unnötige Wege, doppelte Untersuchungen und langwierige Wartezeiten vermeiden. Umgekehrt unterstützen wir kooperierende Kollegen mit unserer Fachkompetenz bei der Lösung ihrer komplexen Behandlungsfälle.

Kooperation mit Orthopäden
Besondere Bedeutung kommt dem interdisziplinären Vorgehen bei der Behandlung von therapieresistenten Kopf- und Nackenschmerzen sowie Wirbelsäulenbeschwerden zu. Es ist immer noch – auch unter Ärzten – weitgehend unbekannt, dass ein „falscher Biss” zu Verspannungen nicht nur in der Kaumuskulatur sondern auch in der tiefen Nackenmuskulatur führen kann. Um diese Verspannungen auszugleichen, wehrt sich der Organismus entweder mit nächtlichem Zähneknirschen, um das Hindernis gleichsam wegzuschleifen, oder mit Ausweichhaltungen, was zu einer absteigenden Überlastung der Wirbelsäulenmuskulatur bis hin zum Bandscheibenvorfall, Beckenschiefstand oder Knieverschleiß führen kann. In Zusammenarbeit mit spezialisierten Orthopäden können wir den Zusammenhang zwischen einem ungleichen Kraftverteilungsmuster auf den Zähnen und Fehlhaltungen des Kopfes bzw. der Wirbelsäule sichtbar machen. Der Orthopäde stellt mit Hilfe einer lichtoptischen Wirbelsäulenvermessung bildlich dar, wie sich die Wirbelsäulenstellung bei festem Biss, offenem Mund und Aufbiss mit einer von uns angefertigte Okklusionsschiene verändert. So wird die orthopädisch-physiotherapeutische Therapie spürbar effektiver, und wir konnten mittels der funktionstherapeutischen Schienenbehandlung schon zahlreiche Patienten von ihren langwierigen Beschwerden nachhaltig befreien.

Körperstatik vor und nach der Behandlung mit einer individuellen Aufbiss-Schiene

Kooperation mit HNO-Ärzten
Das Kiefergelenk steht in enger anatomischer Nähe zum Gehör. Da ist es auch nicht verwunderlich, wenn eine Überlastung der empfindlichen Gelenkstrukturen, z. B. wenn die Zähne aufgrund zu niedriger Seitenzahnkronen den Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer nicht halten können, zu Irritationen im Innenohr führt. Nicht selten kann ein Tinnitus (störende Ohrgeräusche) mit einer Aufbiss-Schiene, die den für das Gelenk nötigen Abstand wieder herstellt, gelindert oder beendet werden. Hier kooperieren wir mit Hals-Nasen-Ohren-Ärzten.

Darüber hinaus unterstützen wir HNO-Ärzte bei der Behandlung des Schnarchens. Nächtliches Schnarchen ist nicht nur störend sondern ein erhebliches Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Die durch Atembehinderung verursachte Schlaf-Apnoe führt zu einem Sauerstoffmangel. In vielen Fällen führt ein von uns nach funktioneller Analyse angefertigtes Schnarch-Therapie-Gerät, das der Patient nachts im Mund trägt und das eine Vorverlagerung des Unterkiefers und damit des Zungengrundes bewirkt, zu einer sofortigen Besserung.